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Golden Fire Glaze — zubereitet auf dem Kohlegrill

Heute am Grill

Golden Fire Glaze

  • 25 Min
  • Einfach
  • Kohlegrill

Glasierte Lachsfilets mit süß-salziger Teriyaki-Sauce und nussigem Sesamöl auf dem Kohlegrill bei mittlerer Hitze karamellisiert, mit gerösteten Sesamsamen und Frühlingszwiebeln serviert.

Grill- und BBQ-Rezepte

4.461 Grillrezepte für jede Hitzequelle: 2.297 für den Gasgrill, 1.572 für den Kohlegrill und 592 für den Smoker — jedes mit Vorbereitungs- und Garzeit, Schwierigkeitsgrad und Zutatenmengen pro Portion.

Die drei Geräte liefern dasselbe Grillgut in völlig verschiedenen Ausführungen — der Unterschied liegt in Temperatur, Regelbarkeit und Rauch. Bei jedem Rezept steht deshalb dabei, wofür es ausgelegt ist und ob direkt oder indirekt gegart wird.

Was es hier gibt

Nach Grillart: Gasgrill, Kohlegrill, Smoker. Nach Zutat: Spare Ribs, Pulled Pork, Brisket, Burger, Steak, Hähnchenflügel, Hähnchen, Lachs, Garnelen, Fisch, Lamm, Schweinebauch, Bratwurst, Spieße, Halloumi, Grillgemüse, Kartoffeln. Ohne Fleisch und Fisch: vegetarisch grillen, vegan grillen. Nach Zeit: unter 30 minuten, Low & Slow. Nach Länderküche: Mediterran, Amerikanisch, Asiatisch, Italienisch, Französisch, Griechisch, Deutsch, Japanisch, Orientalisch, Mexikanisch, Indisch, Karibisch, Spanisch, Skandinavisch, Koreanisch.

Bei jedem Rezept steht, ob mit direkter oder indirekter Hitze gegart wird. Direkt heißt: Grillgut über der Flamme bei 230 bis 300 °C — richtig für Steaks, Burger, Würste und Gemüse, die in Minuten fertig sind. Indirekt heißt: neben der Hitzequelle bei 110 bis 160 °C, die Methode für Spare Ribs, Pulled Pork, Brisket und alles, was Stunden braucht. Am Gasgrill schaltest du dafür die Brenner unter dem Grillgut aus, am Kohlegrill schiebst du die Glut auf eine Seite, im Smoker ist es die Standardeinstellung.

Mengen gelten pro Portion und sind linear vervielfachbar — für sechs Personen also alle Mengen mal sechs. Allergene stehen bei jedem Rezept dabei. Wer die Rezepte am Grill braucht: es gibt sie auch in unserer kostenlosen App, dort mit Einkaufsliste und Merkfunktion.

Rezepte nach Grillart und Anlass

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Grillwissen

Das Wichtigste zu Temperaturen, Garzeiten und Planung — aufklappen, was dich gerade betrifft.

Gasgrill, Kohlegrill oder Smoker — was wofür

Der Gasgrill ist der Pragmatiker. Fünf Minuten nach dem Aufdrehen liegt die Temperatur an, und sie bleibt dort, wo du sie eingestellt hast. Für direktes Grillen bei 250 bis 300 °C ist er unschlagbar bequem: Steaks, Würste, Burger und Gemüse gehen ohne Vorlauf auf den Rost. Indirekte Hitze erzeugst du, indem du die Brenner unter dem Grillgut ausschaltest und nur die äußeren laufen lässt — damit sind auch längere Gararten möglich. Was fehlt, ist Rauch: dafür braucht es eine Räucherbox mit Chips, die über einem eingeschalteten Brenner liegt.

Der Kohlegrill liefert die höchsten Temperaturen. Frisch durchgeglühte Briketts bringen über dem Rost mühelos 300 bis 350 °C, genug für die Kruste, die am Gasgrill schwerer zu erreichen ist. Der Preis dafür ist Vorlaufzeit: von der Zündung bis zur weißen Ascheschicht vergehen 20 bis 30 Minuten. Geregelt wird über Luftzufuhr und über die Anordnung der Glut — alles auf eine Seite geschoben ergibt eine heiße und eine kühle Zone, die für indirektes Garen taugt. Röstaromen und Rauchnoten entstehen hier nebenbei, weil Fett in die Glut tropft.

Der Smoker ist kein Grill, sondern ein Ofen mit Rauch. Gearbeitet wird bei 100 bis 130 °C über Stunden, das Grillgut liegt nie über dem Feuer. Genau diese Kombination — niedrige Temperatur, lange Zeit, konstanter Rauch — löst Bindegewebe auf und macht aus zähen Stücken wie Schweinenacken oder Rinderbrust etwas, das mit der Gabel zerfällt. Für ein Steak ist der Smoker das falsche Gerät; für Pulled Pork, Brisket und Spare Ribs gibt es nichts Besseres.

Praktisch heißt das: Wer schnell und planbar grillt, nimmt Gas. Wer Kruste und Aroma will und die Vorlaufzeit nicht stört, nimmt Kohle. Wer bereit ist, einen halben Tag einzuplanen, bekommt im Smoker Ergebnisse, die anders nicht zu erreichen sind. Viele Rezepte funktionieren auf mehreren Geräten — was sich ändert, sind Garzeit und Temperaturführung. Deshalb steht bei jedem Rezept dabei, für welche Grillart es ausgelegt ist und ob direkt oder indirekt gegart wird.

Die Klassiker: Ribs, Pulled Pork, Brisket, Burger, Steak

Spare Ribs brauchen Geduld statt Hitze. Die verbreitete 3-2-1-Methode teilt rund sechs Stunden bei 110 bis 120 °C indirekter Hitze in drei Abschnitte: drei Stunden offen im Rauch, zwei Stunden in Folie gedämpft, eine Stunde offen mit Glasur. Die Silberhaut auf der Knochenseite gehört vorher ab, sonst bleibt das Fleisch zäh. Fertig sind die Rippchen, wenn sich das Fleisch beim Anheben deutlich vom Knochen zurückzieht — der sogenannte Bendetest.

Pulled Pork ist eine Frage der Kerntemperatur, nicht der Uhrzeit. Schweinenacken geht bei 110 bis 130 °C auf den Grill und ist erst bei 90 bis 95 °C im Kern soweit, dass sich das Bindegewebe vollständig gelöst hat. Dazwischen liegt fast immer eine Plateauphase, in der die Temperatur stundenlang stillsteht, weil verdunstendes Wasser kühlt. Wer dann die Hitze hochdreht, ruiniert das Ergebnis. Einplanen sollte man zehn bis vierzehn Stunden für ein ganzes Stück.

Brisket ist die anspruchsvollste Disziplin. Rinderbrust besteht aus zwei Muskeln mit unterschiedlichem Fettgehalt, die verschieden schnell garen. Gearbeitet wird bei 105 bis 120 °C bis zu einer Kerntemperatur von 90 bis 96 °C, gefolgt von einer Ruhephase von mindestens einer Stunde. Ohne diese Ruhezeit läuft der Saft beim Anschneiden aus.

Burger und Steak stehen am anderen Ende: hohe direkte Hitze, kurze Zeit. Ein Patty aus grobem Rinderhack braucht bei 250 bis 300 °C etwa drei Minuten je Seite und sollte nur einmal gewendet werden. Beim Steak entscheidet die Kerntemperatur über den Gargrad — rund 52 °C für rare, 55 °C für medium rare, 60 °C für medium. Zwei bis drei Grad Nachgaren während der Ruhezeit sind einzurechnen. Ein Fleischthermometer ersetzt hier jede Faustregel: Fingerdrucktests taugen bei ungleichmäßig dicken Stücken nichts.

Was alle fünf gemeinsam haben: die Temperatur im Inneren zählt, nicht die Zeit auf dem Rost. Dicke des Stücks, Ausgangstemperatur und Außentemperatur verschieben jede Zeitangabe. Die Angaben in den Rezepten sind deshalb Richtwerte für den Normalfall — das Thermometer hat immer recht.

Wann ist welche Zutat fertig

Geflügel muss durchgegart sein: 72 bis 75 °C im Kern, gemessen an der dicksten Stelle ohne Knochenkontakt. Hähnchenbrust wird darüber schnell trocken, deshalb lohnt sich hier das Thermometer besonders. Schenkel und Keulen vertragen mehr und schmecken bei 80 °C sogar besser, weil sich das Bindegewebe löst. Flügel brauchen bei direkter Hitze etwa 20 bis 25 Minuten mit regelmäßigem Wenden; wer sie knusprig will, gart sie erst indirekt und gibt ihnen zum Schluss direkte Hitze.

Schweinefleisch ist bei 65 bis 70 °C saftig und sicher — die früher üblichen 80 °C stammen aus einer Zeit, in der Trichinen ein Thema waren, und machen aus einem Kotelett Kartonage. Nackensteaks vertragen mehr Hitze als Filet, weil sie durchwachsen sind. Rind richtet sich nach dem gewünschten Gargrad, Lamm liegt mit 58 bis 62 °C in einem ähnlichen Bereich wie Rind medium.

Fisch ist die empfindlichste Kategorie. Lachs ist bei 55 bis 60 °C perfekt, glasig in der Mitte; darüber wird er mehlig und tritt weißes Eiweiß aus. Ganze Fische gelingen im Fischkorb deutlich besser, weil das Wenden sonst die Haut zerreißt. Grundregel für alles, was Haut hat: gut geölter, heißer Rost und nicht zu früh bewegen — der Fisch löst sich von selbst, sobald sich eine Kruste gebildet hat. Garnelen brauchen nur zwei bis drei Minuten und werden bei längerer Hitze gummiartig.

Gemüse ist unkomplizierter, als sein Ruf vermuten lässt. Zucchini, Auberginen und Paprika gehen in Scheiben direkt auf den Rost und brauchen wenige Minuten je Seite. Festere Sorten wie Kartoffeln, Karotten oder Kürbis werden vorgegart oder indirekt gegrillt, sonst sind sie außen schwarz und innen roh. Mais kann roh in der Schale auf den Grill oder vorgekocht und dann direkt geröstet werden. Grillkäse wie Halloumi hält Hitze aus, ohne zu zerlaufen, und braucht nur wenige Minuten für Röstspuren.

Marinaden mit Zucker, Honig oder Ketchup gehören erst in den letzten Minuten aufs Grillgut, sonst verbrennen sie, bevor das Innere fertig ist. Salz kann dagegen früh dran: bei kurz gegrilltem Fleisch direkt vor dem Auflegen, bei großen Stücken auch Stunden vorher, weil es dann Zeit hat einzuziehen.

Grilltraditionen rund um die Welt

Die amerikanische Barbecue-Tradition ist die bekannteste: trockene Gewürzmischungen, niedrige Temperaturen, viele Stunden Rauch und eine Sauce, die erst zum Schluss dazukommt. Jede Region hat ihre eigene Auslegung — Kansas City süß und tomatig, Carolina mit Essig, Texas fast nur mit Salz und Pfeffer am Brisket.

Rund ums Mittelmeer läuft es umgekehrt: kurze Garzeiten, direkte Hitze, und die Würzung kommt aus Olivenöl, Zitrone und Kräutern statt aus Rauch. Die griechische Küche arbeitet mit Oregano, Joghurt und Feta, die italienische mit Rosmarin, Knoblauch und Balsamico, die spanische mit geräuchertem Paprikapulver. Gemüse steht dort selbstverständlich gleichberechtigt neben Fleisch.

In Asien dominieren Marinaden mit Sojasauce, Ingwer, Sesam und Reisessig. Japanische Yakitori-Spieße werden über Holzkohle mit einer süßen Tare-Glasur mehrfach lackiert, koreanisches Bulgogi besteht aus dünn geschnittenem, süß-scharf mariniertem Rind, das in Sekunden gar ist. Indische Tandoori-Gerichte nutzen Joghurt als Marinadenbasis — die Säure macht das Fleisch mürbe, das Milcheiweiß sorgt für die typische Kruste.

Der Orient bringt Kebab und Kofta: Hackfleisch mit Zwiebel, Kreuzkümmel und Sumach, um flache Spieße geformt. Nordafrikanische Rezepte arbeiten mit Harissa und Ras el-Hanout, die Karibik mit Jerk-Würzung aus Piment, Thymian und Scotch-Bonnet-Chili. In Südamerika steht das Asado im Mittelpunkt: große Fleischstücke, viel Zeit, wenig Würzung außer grobem Salz und Chimichurri dazu.

Praktisch heißt das für die Auswahl: Wer wenig Zeit hat, ist im Mittelmeerraum und in Asien besser aufgehoben — dort wird direkt und kurz gegrillt. Wer einen ganzen Nachmittag hat, findet in der amerikanischen und südamerikanischen Tradition die Rezepte, die den Aufwand rechtfertigen.

Mengen und Reihenfolge beim Grillen für mehrere

Als Menge rechnet man pro Person mit etwa 250 bis 300 Gramm Fleisch, wenn es Beilagen gibt, und mit 400 Gramm, wenn das Fleisch die Hauptsache ist. Bei gemischten Runden mit Salaten, Brot und Grillgemüse reichen 200 Gramm. Rippchen und alles mit Knochen brauchen einen Aufschlag, weil ein guter Teil des Gewichts nicht essbar ist — hier eher 500 Gramm pro Person ansetzen. Bei Gemüse und Grillkäse gilt: lieber zu viel, das wird immer leer.

Die Reihenfolge entscheidet, ob es entspannt bleibt. Alles, was lange braucht, kommt zuerst und wird warm gehalten — im Backofen bei 70 °C oder in einer Warmhaltezone am Rand des Grills. Kurzgebratenes wie Steaks und Würste kommt zum Schluss und geht direkt auf den Teller. Wer alles gleichzeitig auflegt, hat am Ende kaltes Fleisch und einen überfüllten Rost, auf dem nichts richtig bräunt. Ein zu voller Rost senkt außerdem die Temperatur so weit, dass gedämpft statt gegrillt wird.

Was sich vorbereiten lässt, gehört einen Tag vorher erledigt: Marinieren, Gemüse schneiden, Saucen und Dips anrühren, Salate ohne Dressing fertigstellen. Fleisch sollte allerdings rechtzeitig vor dem Grillen aus dem Kühlschrank — ein kaltes Steak gart außen zu stark, bevor die Mitte warm ist. Eine halbe bis eine Stunde Raumtemperatur reicht.

Für gemischte Runden mit Vegetariern lohnt sich eine getrennte Zone oder eine eigene Grillplatte. Nicht aus Prinzip, sondern weil Halloumi und Gemüse sonst nach Fleischfett schmecken. Praktischer Nebeneffekt: die Gemüsezone läuft meist kühler und ist ein guter Warmhalteplatz.

Beim Timing gilt die Faustregel, dass alles länger dauert als gedacht — Anzünden, Durchglühen, Nachlegen. Wer für 19 Uhr einlädt, sollte bei Kohle spätestens um 18 Uhr anzünden. Und wer Low & Slow macht, plant den Puffer großzügig: die Plateauphase bei Pulled Pork und Brisket lässt sich nicht beschleunigen, wohl aber durch Ruhen in Alufolie und Handtuch um ein bis zwei Stunden überbrücken.

4.461 Rezepte, ein Wisch

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